Dienstag, 16. Mai 2017

Cardigan No. 29 nach Lillesol & Pelle


Die Garderobe wächst und wächst....

Und jedes Mal überlege ich, was ich Euch dazu so schreiben soll. Bin mir immer unsicher, ob in Zeiten des schnellen Instagrams und Facebook tatsächlich noch der Text eines blogs interessiert.
Oder vielleicht gerade deswegen wird ein Inhalt wichtiger?

Und jedes Mal über Nähen und Zusammenähen und Schnittführung zu sprechen, finde ich persönlich ermüdend. 

Vielleicht könnte ich heute etwas über Stil erzählen? Obowhl ich da keine qualifizierte Beratung abgeben kann, sondern Euch nur meine Erfahrungen mitteilen.
Bin mir manchmal unsicher, ob ich sowas wie einen typischen Stil habe. Wobei mir meine Gegenüber immer sagen, ich hätte einen guten Modestil und was ich trage, wäre so oft typisch für mich.
Ich selber würde mich gerne als zeitlos chic beschreiben. Immer etwas mit der Mode gehend, nie zuviel, denn ich möchte meine Kleidung auch etwas länger tragen. Aber dennoch immer so, dass man auch sieht, dass das Kleidungsstück nicht unbedingt schon 5 Jahre im Schrank hängt. 
Hab ich sowas? Eher nicht, denn es ändert sich doch oft die Schnittführung - ein Jahr gibt es schmale Hosen, ein Jahr weite und da sieht man dann ganz schnell, ob sowas schon lange hängt.
Ich mach da sicherlich nicht jeden Trend mit, aber möchte auch nichts tragen, was total aus dem Rahmen fällt. 
Gerade hab ich wieder mal meinen Kleiderschrank ausgemistet und tw. auch nun Sachen herausgetan, die auch schon mal 5-6 Jahre drin hängen. Läßt sich ja oft an "Großereignissen" gut festmachen; die Kombi zum runden Geburtstag von Opa oder die Hose, welche man für eine Hochzeit gekauft hat. 

So hab ich gerade letzten Winter meine Cordhosen aussortiert - farblich mit senfgelb und grau sicherlich noch oder wieder im Trend, aber Cordhosen mit breitem Bein? Da hätte man gleich gesehen, dass diese schon älter sind. Und dann fühle ich mich da nicht wohl mit. Manchmal hab ich auch schon was geändert - auch das geht ja zum Glück beim selbernähen. 

Größentechnisch hab Glück seit Jahren die gleiche Größe zu tragen. Obwohl mit zunehmendem Alter neige ich zu einer Größe größer.... Man sagt ja, mit 40 geht das immer schwieriger das Gewicht zu halten.... (eine Ausrede braucht man ja, oder?)
Letzendlich habe ich mir aber auch geschoren nicht zu verbissen das Thema Gewicht zu sehen - denn ich habe ja meine Glutenunverträglichkeit und damit verbunden auch immer mal wieder Probleme mit dem Darm. Und mein Vorsatz ist hier - ich möchte mich gesund fühlen und nicht zu verbissen über das Essen nachdenken. Gesund soll es sein und schmecken. Muss mich schon genug einschränken. Allerdings will ich auch nicht dick werden. Ein gesundes Körpergefühl mit Genuss und ohne ständigen Verzicht, aber dennoch ausgewogen und gesund - so sollte das Gewicht zu halten sein.


Heute zeige ich Euch etwas zum überwerfen oder auch als schicken Blazer für das Büro zu verwenden.
Ein neuer Cardigan nach Lillesol&Pelle.
Genäht aus Sweat oder festerem Jersey, auch super aus Romanit. 
Das Schnittmuster gibt es mit breiter Blende, so wie bei mir genäht. Aber inzwischen auch mit schmaler Blende um das ganze als kleinen Stehkragen oder flach zu tragen. 
Anfangs war ich skeptisch, ob mir das Schnittmuster steht - aber wie so oft wird man durch die lieben Probenähkolleginnen doch inspieriert und möchte dann doch mitmachen.
Ich habe hier Alpenfleece verwendet und den Kragen mit ganz leichtem Strick auf der Innenseite abgefüttert. Durch das Umklappen kommt dann der schöne Effekt zustande. 




Dieses Mal hab ich nur Handy-Bilder für Euch - hoffe es ist gut genug.

Das Teilchen habe ich schon öfters im Büro getragen und muss sagen, dass ich dafür viele Komplimente bekommen hab.

Den Schnitt bekommt ihr bei Julia im Shop - schaut mal hier: lillesol&pelle. Natürlich auch für Kinder, aber meine Tochter wollte dieses Mal nicht dabei sein. 

Für mich selber werde ich den Schnitt sicherlich nochmals in der schmalen Kragenvariante mit einem leichteren sommerlichen Material nähen. So für abends zu überziehen über ein schönes Kleidchen oder die Bluse.
Und ihr so? Ist das was für Euch?

Ganz liebe Grüße
mini-wölkchen

verlinkt bei: HoT, Dienstagsdinge

Mittwoch, 3. Mai 2017

Kleid01 by DieKomplizin

.. einige Shirts aus der Desing-Feder von Dana alias DieKomplizin habt ihr bei mir ja schon gesehen.
Dana hat die Challenge am Jahresende mit eigenen Schnitten eine komplette Garderobe bestücken zu können. Ergo, da ich dafür probenähe, heißt das ich folge wohl dem Thema ;-)

Nun sind die ersten Shirts-Schnitte fertig: das mit der Raffung und dem Cut-Out am Rücken, ein Shirt mit dem Bindeband und nun folgt ein Basic-Kleid.


Gerade geschnitten ohne Taillierung, aber mit kleinen Besonderheiten:
die Vordere Mitte ist nicht im Bruch zugeschnitten, sondern wird genäht und damit kann der vorgesehende offene "Kragen" erreicht werden. Es gibt zwei Taschen für den Bequem-Faktor und um etwas Taillierung in das Kleid zu bringen, ist auf zwischen Oberteil und Unterteil ein Tunnel eingenäht, durch den man einen Gürtel oder wie ich hier ein Lederband ziehen kann.



Die Schnitte von Dana gehören für mich in die Kategorie "Luxusnähen" da die Schnittteile auf Vlies zugeschnitten in passender Größe direkt nach Hause kommen.
Also Stoff ausschneiden und loslegen.
Durch den Einzelgrößen - Schnitt ergeben sich mit unter aber auch Nachteile.
Ich habe im Verhältnis zur Taille eine recht große Brust und muss mich daher beim Ausmessen und Abgeleich mit der Größentabelle irgendwo einordenen. Nach Taille und Po eher Größe M und nach Brust dann Größe L.


Bisher bin ich immer der größeren Größe gefolgt, egal ob bei Ki-ba-doo oder Lillesol & Pelle und nun auch bei Dana. Muß aber inzwischen sagen für mich ist das oft die falsche Wahl. Denn an den Schultern und an der Taille sieht das dann immer viel zu groß aus und der Schnitt sitzt nicht.
Daher werde ich in Zukunft mutig nach Taillie und Po entscheiden und mich eher für eine Anpassung im Brustbereich entscheiden.


Auch hier gibt es im Netz aber auch in Nähbücher Hilfe bzgl. Anpassungen.
Maike von Crafteln hat hier schon einges darüber geschrieben.
Ganz so ausführlich muss und mache ich das nicht, aber mit Hilfe meiner Maße und meines Kurvenlineals vom Stoffmarkt kommt ich hier mit den Anpassungen inzwischen gut zurecht.
Aber hier müßt ihr sicherlich den für Euch optimalen Weg finden, wie ihr die Anpassungen macht.
Bei mir hat sich das einfach aus der Erfahrung gezeigt, dass ich mit kleiner Größe und Zugabe an der Brust besser fahre.


Den Schnitt findet ihr bei Dana im Shop hier
Zum Stoff kann ich Euch keine Empfehlung geben, den mein verwendeter Jersey ist gut abgelagert und war irgendwann mal vom Stoffmarkt.

Kreative Grüße
Nicole aka mini-wölkchen

verlinkt bei : afterworksewing

Mittwoch, 19. April 2017

Bluse - längst überfällig zum Blusensewalong 2017

irgendwie ist mit dieser Bluse der Wurm drin ... eigentlich als zweite Bluse im Rahmen des  Blusen-Sew-Along von ellepuls genäht, aber bis heute nicht geschafft einen Blogpost darüber zu schreiben. Warum eigentlich? Keine Ahnung.....

Aber ich hatte es schon auf Instagram und im Blogpost zur fertigen Bluse angedeutet: ich bin mit der Bluse nicht zufrieden. Gar nicht....







Woran liegt es?
Die Bluse ist aus der Nähtrends - Zeitschrift und sah auf dem Foto als auch auf der Modell-Zeichnung wirklich vielversprechend aus.


Dafür habe ich dann einen schönen Stoff vom Stoffmarkt verwendet und war guter Dinge. Jedoch haben die Schnittteile des Schnittes eindeutig was anderes ergeben als auf dem Foto. Gibt es so was?
Man zweifelt ja zuerst einmal an sich selbst.

 Jedoch hat dann meine ANSCHLIESSENDE Recherche ergeben, dass ich kein Einzelfall zu dem Modell bin.

Ein viel zu breiter Kragen.. nicht liegend, sondern als massiver Stehkragen; die Faltenlegung sehr exotisch, passte irgendwie überhaupt nicht. Die Bluse an sich zu kurz, die Ärmel zu schmal, die Ansatznaht an einer blöden Position und viel zu eng, die Knopfleiste gerade an kurvigem Ausschnitt.... kann gar nicht passen.
Sehr schade, dass so was dann veröffentlicht wird.

Aber man soll ja auch ein Probeteil nähen - selber schuld sag ich da nur.





Kurzum: die Bluse ist diversen Änderungen nun tragbar, hängt aber ehrlich gesagt seit dem Nähen  nur im Schrank. Wenn ich mir die Fotos ansehe - eigentlich zu schade. Mal sehen, ob ich das dem Modell verzeihen kann und sie dennoch nun in den hoffentlich bald wärmeren Tagen trage.

Aber ich muss mal wieder sagen, selbst ein Teil, was ich am liebsten nach dem ersten Zusammenstecken am liebsten in die Tonne gekloppt hätte, hat mich weitergebracht. Den mein Näh-Motto lautet "gib niemals auf, man kann immer etwas lernen".
Ich hatte hier gelernt, an der Puppe zu arbeiten und ab zustecken, sogar ein bisschen zu drapieren, bis ich mit dem Ergebnis zu Frieden war.
Ich habe hier gelernt mit dem großen Karo-Muster zu arbeiten und die Schnitteile passen zu einander zu machen. Klingt einfach, aber der Stoff war mega flutschig und dehnbar in allen Richtungen.
Gerade beim Kragen und der Blusenleiste habe ich mir hier geholfen, in dem ich mich an einen Tipp erinnert habe, bei dem es hieß, man soll bei solch kleinen flutschigen Teilen die Vlieseline vor dem Zuschnitt aufbügeln. Und das stimmt!
Das Foto zeigt was anderes, denn ich habe aufgrund akutem Stoffmangel mir hier aufgrund den blöden Schnitteilen, dann etwas helfen müssen, indem ich etwas stückeln musste. Nicht schön, aber war die einzige Lösung, die Bluse noch fertig stellen zu können.






Die tollen Knöpfe sind Metallknöpfe - leicht angeschlagen und sehen traumhaft aus. Die wurden mir von Union-Knopf zur Verfügung gestellt und ich freue mich mega darüber.
Was ich mir besonderes überlegt habe um die schlichte Bluse etwas aufzuwerten ist, dass ich den obersten Knopf mit Neon-Garn angenäht habe. Das sieht echt mega aus und bringt das gewisse Etwas.
Denn darauf stehe ich ja voll: schlichte edle Basics, aber immer mit etwas besonderem: das kann eine besondere Schnittführung sein, ein kleines Detail wie ein Lederlabel oder eben solch ein farbiger Knopf oder eine raffinierte Falte. Was auch immer: was spezielles auf jeden Fall.







Also: in diesem Sinne: gebt niemals auf und versucht an solch schwierigen Teilen, wenigsten noch den Lerneffekt heraus ziehen. Das hilft Euch dann sicherlich weiter, wenn es an tolle Modelle geht.

Kreative Grüße
mini-woelkchen

verlinkt: afterworksewing, MeMadeMittwoch
Knöpfe: Union-Knopf
Stoff: Stoffmarkt